Das Baugeschehen lässt in Dölau auch 2012 nicht nach. Weitere Wohnhäuser sind am Sonnenhang, am Krankenhaus, im Kirchweg, … entstanden. Jedoch eine Baustelle im Ort hat in den letzten Monaten besondere Aufmerksamkeit hervorgerufen: Das alte Gaswerk. Auf dem Grundstück der Stadtforststraße 30 wurde Baumaterial abgelegt.

Baumaschinen begannen ihre Arbeit zu verrichten. Da hat mancher Dölauer schon einmal neugierig durch den Bauzaun geblickt! Immerhin lag das Grundstück seit Jahren mehr oder weniger unberührt an dieser Straße. Wir wollen heute das Rätsel lösen und den wilden Spekulationen ein Ende bereiten.
Herr Gürtler hat sich als Eigentümer des Grundstückes diesem Bauwerk aus dem Jahre 1897 angenommen. Als Erstes galt es die Grundsubstanz des Hauses zu sichern. Die Wände und Decken waren zu stabilisieren und vor allem das Dach abzudichten. Innen musste der Boden teilweise abgetragen werden und der konterminierte Aushub entfernt werden. Aber auch so manche Kleinigkeit hatte den Bauherren Sorgen gemacht. Die ehemals verbauten Kalk-Sandstein-Ziegel sind vom Reichsformat 60x40x250 mm.
Die ehemals verbauten Kalk-Sandstein-Ziegel sind vom Reichsformat 60x40x250 mm. Was zur Bauzeit kein Problem darstellte, ist heute aber eines. Ziegel von diesem Format produziert heute niemand mehr her. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal und stellt somit besondere Anforderungen an die denkmalgerechte Sanierung dar. Kein leichtes Unterfangen und für einen Außenstehenden kaum vorstellbar. Trotzdem geht es voran und das Gebäude wird die DölauerInnen und seine Gäste wie vor vielen Jahrzehnten auch weiterhin erfreuen. Das ehem. Gaswerk wird ein Gewerbeobjekt. Die Frage des endgültigen Verwendungszwecks kann Herr Gürtler heute noch nicht abschließend beantworten. Vieles ist möglich. Wer hier für sich eine Möglichkeit sieht, dem steht Herr Gürtler sicherlich beratend zur Seite.

