Unter der Überschrift: „Ein Brunnen am Brunnen – Neuer Steinbrunnen erinnert an Dölauer Geschichte. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr errichteten ihn in mühevoller Kleinarbeit“ würdigte die Mitteldeutschen Zeitung die Aktion im Umfeld des Gebäudes der Freiwilligen Feuerwehr Dölau: Ein sprudelnder Steinbrunnen ziert seit Kurzem die Außenfläche des Grundstücks der Freiwilligen Feuerwehr Halle-Dölau in der Straße „Am Brunnen 6“. Entstanden ist das neue Schmuckstück mit historischem Bezug nicht über Nacht, sondern in mühevoller Handarbeit über mehrere Wochen. Ausgeführt von engagierten Kameraden der Feuerwehr selbst.

Mit viel Einsatz, handwerklichem Geschick und einem feinen Gespür für die Geschichte ihres Ortes haben sie die bisher ungestaltete Ecke ihres Parkplatzes in eine kleine grüne Oase mit einem deutlichen Zeichen für ihre Verbundenheit zur Heimat verwandelt. Der Zeitpunkt der Fertigstellung mag kein Zufall sein. Dieser Wasser sprudelnde Immerhin feierte Mario Tacke, Wehrleiter der Freiwilligen Findling ist ein Symbol für die an dieser Stelle Feuerwehr Dölau seit 1987, Anfang dieser Woche seinen früher existierenden 60. Geburtstag.

Der Brunnen ist damit auch eine Art Dölauer Deiche mit Bach symbolisches Geschenk. Historisch schließt das neu und den Bauernstein gestaltete Areal an ein wichtiges Kapitel der Dölauer Geschichte an. Bis zum Abriss des alten Feuerwehrhauses im Jahr 2018 befand sich an dieser Stelle eine Rasenfläche mit Grillplatz. Davor war das Gelände Teil der frühesten slawischen Siedlungsstruktur rund um zwei Quellteiche aus dem 7. Jahrhundert. Die beiden Teiche wurden für den Bau des ersten Spritzenhauses nach der Gründung der Wehr im Jahr 1905 zugeschüttet. Die Hausbrunnen verloren ihre Bedeutung mit der Einweihung des Dölauer Wasserwerkes im Jahr 1906 und dem Verlegen von Wasserleitungen im Ort. Geblieben war aber bis nach dem Zweiten Weltkrieg der keine hundert Meter südlich gelegene Bauernstein, auf dem bis Foto des 2018 kurzzeitig freigelegten Dölauer Baches während der Bauarbeiten ins 19.Jahrhundert der Ortsvorsteher des neuen Feuerwehrgebäudes. Entscheidungen verkündete und wohl auch Recht Unterirdisch ist er noch aktiv. gesprochen wurde. Dieser Stein liegt inzwischen verborgen hinter einer Grundstücks-mauer. Mit dem großen neuen Findling und daraus sprudelndem Wasser haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr einen sichtbaren Beleg ihrer Verwurzelung und Verbundenheit mit der Geschichte Dölaus geschaffen.

Quellen: Mitteldeutsche Zeitung, 05.08.2025, S.20 Fotos: Freiwillige Feuerwehr Halle-Dölau