
Angeregt durch einen Artikel von Prof. Dr. Schönfelder in der „Dölauer Zeitung“ vom Oktober 2018 habe ich mich entschlossen, meine Aufmerksamkeit dem Kriegerdenkmal zu widmen.Der Zustand des Denkmals ist als relativ gut einzuschätzen, es passt jedoch nicht mehr in den Kontext der neu geschaffenen Umgebung. Die Sanierung der Schule und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses sowie umliegender Einfamilienhäuser sollten einen Denkanstoß zur weiteren Aufwertung des zentral gelegenen Platzes an der Kreuzung Querstraße, Am Brunnen und Elbestraße geben. Durch Einbeziehung eines Experten im Denkmalschutz, des
ehemaligen Landeskonservators Herrn Dipl. Ing. Gotthard Voß, erfolgte eine Begutachtung im Oktober 2018, die auch Anregungen zur behutsamen Restaurierung enthält.Nach Rücksprache mit interessierten Einwohnern (Herr Dr. Wissenbach, Herr Schmeil, Herr Wolfermann, Herr Willner) konnte eine vorläufige Konzeption erstellt werden, die zu einer kostengünstigen Realisierung führen soll.Leider ergaben umfassende Recherchen in Kirchenbüchern, im Stadtarchiv sowie bei Schulze- Galera in zwei Punkten noch keine abschließenden Ergebnisse.Das ist zum einen das Erstellungs- bzw.
Einweihungsdatum des Denkmals und zum anderen die ursprüngliche Gestaltung der oberen Abdeckung (Füllung der Eichenkränze mit Ornamentik). Diese wurde vermutlich aus politischen Gründen in früheren Jahren entfernt. Falls es dazu weitere Erkenntnisse gibt, wäre ich für Hinweise dankbar. Nun sollte die Herrichtung des Denkmals weder auf Deutschtümeleien noch auf militaristisch geprägte Umstände bezogen werden.
Es ist vielmehr eine geschichtsbezogene Erinnerungskultur, welche bereits Prof. Dr. Schönfelder benannt hat. Angedacht ist nunmehr für das Jahr 2019 eine leichte Veränderung der Grünfläche, die Neupflanzug einer Zierkirsche und ein vorsichtiger Baumschnitt für die drei vorhandenen Bäume.
Weiterhin soll das Denkmal gereinigt werden und eine fachgerechte Putzsanierung erhalten. Ob eine steinmetzmäßige Überarbeitung der Inschriften erfolgen soll, ist derzeit noch nicht absehbar, da abhängig von Kostenaufwand und denkmalrechtlicher Genehmigung.Wir möchten bei der Durchführung der Arbeiten die Kameraden der FFW und den Baubetrieb FUTUR einbeziehen. Weiterhin würden wir uns freuen, wenn interessierte Bürger ihre Mitarbeit anbieten und / oder Geldspenden leisten würden.
Karl Lehmann
